Vision Management

Was ist Vision Management?

Wir gehen davon aus, dass unter dem Begriff Vision das zukünftige Ziel an sich oder eine Anzahl von Zielen, die die Zukunft festlegen, zu verstehen ist. Das heisst, es geht hier um das Wesentliche und das Konkrete, das vom Verwaltungsrat und von der Geschäftsleitung einer Firma gemeinsam getragen und gelebt wird.
Unter Strategie verstehen wir die Umsetzung der Ziele/Vision in einen klaren Weg, wie der VR und das Unternehmen als Ganzes zum Ziel gelangt.
Wir beraten und unterstützen (Verwaltungsrat VR und/oder Geschäftsleitung GL) auf dem Weg, eine Vision, also die Ziele zu finden oder wenn die Ziele schon gesetzt sind, diese Ziele zu überprüfen. Es geht darum, dem VR und/oder der GL zu helfen, die Umsetzung effizient zu gestalten. Dies im Sinne einer prozessorientierten Beratung, die sich in der Praxis sehr bewährt hat.
Wir machen keine Vorgaben, die Entscheidungsträger (VR und/oder GL) erarbeiten im Team und zusammen die Vision und geben sich dadurch eine gemeinsame Ausrichtung. Danach erfolgt die gemeinsame Abstimmung (wie erreichen wir gemeinsam die Vision?) und schliesslich deren operative Umsetzung. Denn nur so ist sichergestellt, dass die Vision unter dem Einfluss aller Entscheidungsträger auch erreicht und gelebt wird.

Vorgehensweise

Wir sehen hier ein dreistufiges Vorgehen als angebracht:

Als Erstes sollte eine Atmosphäre des allgemeinen Verständnisses aufgebaut werden, damit der Planungsschritt in seiner Bedeutung und in seinem teamfördernden Stil gut akzeptiert wird. Dazu dient

  • eine Planungs- und Analysephase mit den verantwortlichen Entscheidungs-trägern zur Erläuterung des moderativen Ansatzes, der angewandten Methoden und der zugrunde gelegten Philosophie.
  • In der Diskussion wird auch über eine erste Auswahl von TeilnehmerInnen für den ersten Workshop gesprochen. Es geht vor allem um die Geschäfts­leitungsebene und/oder wichtige Schlüsselpersonen (intern/extern).

Zweitens führen wir Interviews mit den vorgeschlagenen TeilnehmerInnen durch, um deren Sicht ebenso zu kennen, wie eventuelle neue Ideen, Verbesserungsvorschläge, etc..  Ausserdem dienen die Interviews der Vertrauensbildung generell, wie im Besonderen für die Arbeit in gemischten Teams.

Drittens und Schwerpunkt unseres Prozesses ist ein 2-tägiger Workshop, der anschliessend ausführlich beschrieben wird. Die dabei erzielten Ergebnisse werden dann in einem graphischorientierten Bericht zusammengefasst und kommentiert. Im Workshop geht es darum,

  • einen Konsens aller Betroffenen in diesem Prozess zu erhalten
  • ein ganzheitliches Vorgehen von diesem Zeitpunkt an zu stimulieren, das auch verbindliche Mitarbeit der Betroffenen erzeugt
  • die hauptsächlichen Veränderungsträger aktiv in die Entwicklung von Implementationsvorgaben einzubeziehen
  • das gegenseitige Verständnis – auch zwischen den Gruppen – zu erhöhen
  • konkrete Planungs-/Aktionsvorgaben für die nächsten 3 Jahre zu erstellen, die kunden-, mitarbeiterorientiert und pragmatisch sind.

Im Workshop, basierend u. a. auf “brainstorming” und “mindmapping” wird die Vision und damit die gemeinsame Ausrichtung sowie die Abstimmung erarbeitet.

Workshopstruktur (Phase A und B)

A) Ausrichtungsphase (Was ist unser gemeinsames Ziel/Vision?):

  • Wer sind berechtigte Erwartungsträger (Stakeholders) der Firma?
    (Kunden, Lieferanten, Öffentlichkeit, wichtige Personen, Shareholders, Gruppierungen, Organisationsein­heiten, jeder Workshopteilnehmer(!), etc.).
  • Welche Erwartungen haben diese Stakeholders an die Firma?
    Dabei entsteht eine Diskussion über die verschiedenen Erwartungshaltungen (manchmal sind sie sogar widersprüchlich). Gleichzeitig werden durch kreative Gruppierungen der Erwartungen gewisse Zielelemente herausgearbeitet. Die Moderation des sozialen Prozesses ist hier sehr wichtig.
  • Visionserstellung
    Das Plenum macht Vorschläge und nach kritischer Würdigung durch die Teilnehmer werden sie in einer Mindmap – für alle sichtbar – fixiert. Wichtig ist hier wieder die Moderation des sozialen Prozesses, die unterschiedlichen Ansichten müssen vor Ort ausdiskutiert werden.
  • Nach einer Diskussions- und Feedbackrunde werden die kritischen Erfolgs­faktoren gemeinsam festgelegt.

B) Abstimmungsphase/Strategie (Wie erreichen wir unsere Ziele/Vision?):
Die Teilnehmer erarbeiten gemeinsam eine Aktionsliste (welche Aktionen/Projekte müssen in welcher Reihenfolge – auch parallel – aufgesetzt werden, damit die Vision in dem geplanten Zeitraum erreicht werden kann?). Es ist klar, dass auch die entsprechenden Verantwortlich­keiten und grob die Termine festgelegt werden. Hier ist Commitment von allen gefragt.

Sessions/Coaching (Phase C)

C) Umsetzungsphase:
Gemäss den Resultaten der beiden ersten Phasen wird nun vorgegangen. Dabei ist die Überprüfung und Kontrolle notwendig im Sinne von Reviews, um Fortschritt zu verfolgen und gewisse Problembereiche frühzeitig zu identifizieren. Wichtig ist, dass sich alle Beteiligten – wenn Änderungen in der Aktionsliste notwendig sind – wieder abstimmen, damit nicht unterschiedliche Wege zur Vision eingeschlagen werden. Dabei ist Coaching von aussen sehr wichtig, weil die Umsetzung durchaus mit Konflikten verbunden sein kann. Auch gilt es oft Widerstände entsprechend zu behandeln.

Methoden

Die Methoden des Vision Managements sind Workshops, Sessions und Coaching-aktivitäten. Es geht darum, in offenen, sozialen Prozessen selbst zu reflektieren und die Sichten der anderen einzuholen, Auseinandersetzungen mit Anderen durchzustehen und zu ver-/bearbeiten, damit das Feld für die Visionserarbeitung und der Abstimmung und Umsetzung frei ist. Dies geht nicht ohne entsprechende Reflexion und Sensibilisierung: sich, andere, die bestehende Organisation und vorhandene Abläufe in Frage zu stellen.

Die Beratungsleistungen von RVM werden unter strikter Einhaltung des RVM Beratungsstils erbracht, d.h. RVM stellt ihre Methoden und Erfahrungen in den Dienst des Kunden, ohne inhaltliche Lösungen zu forcieren. Eine Organisation befähigt sich selbst, durch einen gut strukturierten Prozess, eine Neuausrichtung zu finden oder eine bestehende Ausrichtung zu überprüfen. Dies nennen wir den prozessorientierten Ansatz (von Innen erarbeitet) im Gegensatz zum viel praktizierten normativen Expertenansatz (wir sagen Euch wie es geht; die Organisation und die Vision sind oder werden von Aussen bestimmt).

Der Berater

Der Berater wirkt in den Workshops als Moderator, von ihm wird einerseits Zurückhaltung verlangt, gleichzeitig auch viel Einfühlungsvermögen im Umgang mit Menschen und mit deren Verhaltensweisen und Vorstellungen über sich selbst und über andere.